Curated Contemporary Exhibition
by Günther Oberhollenzer
Reinmar Bartl
Dr. Reinmar Bartl, besser bekannt als Rei, ist eine außergewöhnliche Erscheinung in der Kunstszene, dessen Werdegang ihn von einem renommierten Mediziner zu einem der interessanten Künstler unserer Zeit gemacht hat. Seitdem er sich entschied, seine chirurgische Karriere zugunsten der Kunst aufzugeben, hat Reis Schaffen eine beeindruckende Dynamik und Anerkennung erfahren. Innerhalb weniger Jahre hat sich Rei einen Namen gemacht, der für Innovation und eine tiefgreifende ästhetische Sensibilität steht, und wird vom Kunsthaus Wiesinger vertreten.
Franz Josef Baur
Franz Josef Baur, geboren 1978 in Süddeutschland, ist ein Konzeptkünstler, der in Wien lebt und arbeitet. Seine Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Installation, Textilkunst und Performance – und verschränken dabei Elemente aus Mode, Kunst und Design. Im Zentrum seines Schaffens stehen Themen wie Sichtbarkeit, Identität und mediale Projektion. Seine Installationen sind oft autobiografisch aufgeladen und greifen Kindheitserinnerungen, Popkultur und gesellschaftliche Fragestellungen auf. Baurs Werke waren international zu sehen – von der Art Week Miami bis hin zu TV Produktionen wie Germany’s Next Topmodel – und zeichnen sich durch eine präzise visuelle Sprache zwischen persönlicher Erzählung und kulturellem Spiegel aus.
Barbara Essl
Seit 2013 arbeitet Essl an der Serie Lost Places, die einzelne Gebäude oder Gebiete in ihrem Verfall und ihrer Transformation kartieren. Die international tätige Künstlerin interessiert das Alltägliche, das fast Vergessene oder Verdrängte, deren Geschichten aus der Anonymität auftauchen. Sie erzählen von den Werten und Sehnsüchten der Zeit und der Einbindung des Einzelnen in die vorgefundene Welt. Damit holt Essl Orte ins kollektive Gedächtnis zurück, die am Rande des Horizonts liegen, Orte, die – als Gegenwelt zu den heute dominierenden Strukturen – andere Welten eröffnen, deren Betreten und Verlassen nicht jedem möglich ist und die sich zudem unerklärlicherweise einer Rückeroberung zu widersetzen scheinen und viele mysteriöse innere und äußere Barrieren schaffen.
Ornella Sciuca
Florian Herzog
Das Thema, das sich seit vielen Jahren durch Florian Herzogs Werk zieht, ist das Sichtbarmachen von Dingen, die nicht sein wollen, die sie sind. Seine Lightpaintings sind davon keine Ausnahme und reihen sich in die Fragestellung mit ein. Der Lichtstrahl wird zum Pinselstrich, die absolute Dunkelheit wird zur weißen Leinwand und aus Blau, beispielsweise, wird Gelb. Nichts ist, wie es scheint, das Foto wird zum Gemälde.
Alfred Herzog Leeb
2015 verlässt er seine leitende Position im Büro des Stararchitekten Santiago Calatrava – eine Kehrtwende. Am Klavier entdeckt er die Kraft der freien Improvisation neu; in der Malerei findet diese ihren visuellen Ausdruck. Als bewussten Gegenpol zur präzisen, zweckorientierten Architektur wendet er sich der abstrakten Malerei zu, einer zutiefst sinnlichen Kunstform. Die erlernten Prinzipien der Gestaltung lässt er hinter sich – zugunsten der Intuition, die fortan zum zentralen Wegweiser seines Schaffens wird.
Paul Landerl
Paul Landerl ist ein Künstler, dessen Arbeit tief in der Fotografie verwurzelt ist. Seine Technik sich an Methoden, die Maler nutzten, bevor die Fotografie erfunden wurde. In seinen Motiven verbindet er Leichtigkeit mit inhaltlicher Tiefe. Die Bilder wirken auf den ersten Blick zugänglich, entfalten aber rasch komplexe Gedankenräume. Landerl setzt Themen um, die oft negativ belegt sind. Doch er verwandelt sie in positive, inspirierende Impulse. Dadurch entsteht ein
Spannungsfeld zwischen Schönheit und Ernsthaftigkeit. Der Betrachter wird eingeladen, vertraute Inhalte neu zu sehen. Emotion und Reflexion greifen dabei ineinander. Seine Werke öffnen Räume für eigene Interpretationen. Kunst wird bei ihm zur Brücke zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem. So gelingt es ihm, zeitlose Fragen in moderner Form zu stellen.
Delfina Nina Pinchi
Delfina Nina Pinchi ist eine peruanische Künstlerin aus Cusco, spezialisiert auf Zeichnung, Malerei und Hyperrealismus in Öl. In ihren Werken erforscht sie Identität, Körper und Erinnerung aus einer weiblichen, introspektiven Perspektive. Mit detailreichen und sensiblen Bildwelten macht sie die Fragilität des Menschseins sichtbar. Sie hat an zahlreichen Ausstellungen in Lateinamerika und Europa teilgenommen – unter anderem im Museo Nacional de Arte in Bolivien, der Biennale von Cusco sowie in Galerien in Italien, Chile und Kolumbien – und wird demnächst auf der Biennale von Brasilien ausstellen.
Levente Szücs
Das Hauptinteresse des Künstlers dreht sich um den Gedanken, Dinge, die eigentlich nicht zusammengehören, zu verbinden. Egal ob Realität und Abstraktion oder Malerei und Fotografie. Die verschiedenen Schichten von Möglichkeiten werden von Szücs gekonnt übereinandergelegt und schaffen etwas Neues.
Levente Szücs wurde 1989 in Miskolc, Ungarn geboren. Bis 2019 studierte er Freie Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschüler von Herbert Brandl und Tutor in dessen Klasse. Levente Szücs lebt und arbeitet in Düsseldorf. Er wird von Reinisch Contemporary vertreten.
Claudia Winkler-Widauer
Durch die Verwendung von – vorwiegend alten – Büchern, Plänen, Zeitungen und Landkarten, habe ich viel dazugelernt und kann damit auch eine sehr persönliche Kunst kreieren. Inhalte und Orte des Hintergrundes können an Personen und Bestimmungsorte angepasst und damit zu höchstpersönlichen Werken werden. Ich kann mit Sprachen spielen und Musikstücke verewigen. Die darüberliegenden Blätter oder Gräser verleihen den Bildern – je nach Hintergrund – Ruhe oder Leben. Im Zuge dieser Messe zeige ich auch eine sehr unaufgeregte, minimalistische und abstrakte Darstellung menschlicher Figuren. Wie Tänzer:Innen. Die Linien sind bewusst unperfekt und symbolisieren Leichtigkeit und Natürlichkeit.